Jugend (Schule, Förderung)

be, 7.2.2020 - Die Lerchenfelder Grundschule St. Lantbert platzt längst aus allen Nähten. Knapp 500 Kinder werden dort in 24 Klassen an drei Standorten unterrichtet. Aufgrund des hohen Anteils an Kindern mit Migrationshintergrund sowie auch schwer erziehbaren Kindern besteht bei vielen Lerchenfelder Grundschülern Förderbedarf. Doch einer individuellen Förderung ist unter den Gegebenheiten nicht nachzukommen. Im Gegenteil, das Lernen und Lehren wird noch erschwert, indem einige Klassen seit Jahren „ausquartiert“ werden, weil im Schulgebäude an der Kepserstraße schlichtweg kein Platz mehr ist.

Acht Klassen sitzen in den ursprünglich als Provisorien erbauten, jedoch inzwischen rund 20 Jahre alten Pavillons an der Finkenstraße. Fußweg zum Hauptgebäude, wo zum Beispiel der Sportunterricht stattfindet: rund 10 Minuten. Zwei weitere Klassen wurden in das Bildungszentrum der Lebenshilfe an der Gartenstraße ausgelagert. Diese Schüler müssen also täglich durch halb Freising zur Schule fahren.

Es überrascht nicht, dass in der Kepserstraße auch für Gruppenunterricht, Mittagsbetreuung, Nachmittagsangebote oder Lehrerfortbildungen keine ausreichenden Räumlichkeiten vorhanden sind. Zudem erschweren die drei Standorte auch die Arbeit der Verwaltung und die Gestaltung der Stundenpläne, denn auch die Lehrer müssen pendeln.

In unseren Augen gibt es für Lerchenfeld, das bald rund 14.000 Einwohner haben wird, nur eine Lösung: Den Neubau einer zweiten Grundschule. Für uns Freie Wähler ist das keine neue Forderung, aber sie ist dringender denn je. In unserem Antrag an die Stadt haben wir bereits 2013 vorgeschlagen, die Guten Änger als neuen Standort zu nutzen. Dies wäre die ideale Lage für alle Kinder rechts der Erdinger Straße und würde für viele den täglichen Schulweg erleichtern.

 

Zulauf wäre der Grundschule auch aus Attaching sowie aus den neu entstehenden Wohngebieten am Seilerbrückl und an der Angerstraße gesichert. Dies würde gleichzeitig die Grundschule in Vötting entlasten. Zudem ist Lerchenfeld morgens leichter erreichbar als Vötting.

 

Gleichzeitig könnten die Pavillons an der Finkenstraße abgerissen und Platz für eine Wohnbebauung und Erweiterung des Einheimischen-Modells geschaffen werden. Für die Grundschüler und Lehrer würden durch zwei getrennte Schulen und vor allem durch mehr Räume die Voraussetzungen geschaffen werden, dem Förderbedarf nachzukommen und damit soziale Herausforderungen leichter zu bewältigen. 
 

 

Antrag zur Ergänzung des Schulkonzepts (FW)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

ergänzend zu meinem Schulkonzept-Antrag aus dem April 2013 möchte ich gerne noch nachfolgend aufgeführte Gedanken in die Diskussionen und Planungen einbringen:

 

Im Rahmen des im April 2013 von mir beantragten „Schulkonzepts“ zu Freisings Grund- und Mittelschulen soll somit insbesondere auch geprüft werden, ob es angesichts des weiteren Zuzugs in Lerchenfeld nicht sinnvoll ist, in Lerchenfeld eine zweite Grundschule zu bauen.

 

Eine zweite Grundschule in Lerchenfeld könnte so manches Problem in Freisings Schullandschaft lösen. In Pulling werden heuer noch aus Platzgründen für knapp eine Million Euro die Schule und auch der Kindergarten erweitert bzw. saniert. Die Vöttinger Grundschule platzt aus allen Nähten, und auch die Lerchenfelder Grundschule St. Lantbert hat keine Kapazitäten mehr frei und kann auch nicht so einfach erweitert werden.

 

Dort werden derzeit knapp 500 Kinder in 22 Klassen unterrichtet - mit Ganztagesklassen, E-Klassen (mit schwer erziehbaren Kindern), hohem Migrationshintergrund (teils über 50% !) und somit vielen Schülern mit enormem Förderbedarf. Es gibt sechs 1. Klassen mit sehr vielen Kindern mit Sprachproblemen. Tendenz ist steigend!  

 

Die durchschnittlichen Klassenstärken durften deswegen bereits niedriger als eigentlich üblich gehalten werden. Mehr Klassenzimmer gibt es aber nicht, um noch mehr Kinder unterrichten zu können. Und es gibt zu wenige Räume für bessere Fördermöglichkeiten, für Mittagsbetreuung, Lehrerfortbildung usw. Es wurde bereits eine Erweiterung angeregt, denn die Schule ist in Kürze zu klein. Ausgelagert vom Gebäude an der Kepserstraße sind derzeit zudem ja bereits acht Grundschulklassen in den Pavillons an der Finkenstraße.

 

Als neuer Standort wären die Guten Änger für alle Grundschulkinder rechts der Erdinger Straße ideal. Gleichzeitig könnten die Pavillons an der Finkenstraße aufgelöst werden. Damit schafft man Platz für Wohnbebauung und Erweiterung des Einheimischen-Modells, das es in nächster Nähe bereits gibt.

 

Die jetzige Grundschule in Lerchenfeld kann damit von mancher Herausforderung befreit werden und soziale Schwierigkeiten können leichter bewältigt werden, sobald die Schülerzahlen deutlich geringer sind.

 

Prüfen muss man in diesem Kontext bestimmt auch, inwieweit in Zukunft nicht auch die Grundschüler vom Seilerbrückl (neues Baugebiet!) oder gar auch vom Gebiet an der Angerstraße (ebenfalls neue Wohngebiete) in die neue Schule zugewiesen werden können. Damit nimmt man gleichzeitig den Druck von Vötting, das über akuten Raummangel klagt. Zudem ist Lerchenfeld morgens leichter erreichbar als Vötting! Prüfen kann man auch, ob nicht sogar die Pullinger Kinder die neue Lerchenfelder Grundschule besuchen sollen. Dass die Attachinger Kinder zu diesem neuen Sprengel gehören müssen, ist aus Erreichbarkeitsgründen beinahe logisch.

 

Ernst Berg, FW-Stadtrat,  30.3.2014

Antrag: Freisinger Schulkonzept

Stadtrat Ernst Berg schlägt Konzept für Freisinger Schulen vor

Freising (be, 04.04.13)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

von den Diskussionen über die diversen Probleme an den Schulen in Freising sind nicht nur die Realschulen und Gymnasien, sondern vor allem alle Grund- und Mittelschulen betroffen. In den zurückliegenden Kulturausschusssitzungen wurde darüber regelmäßig ausführlich diskutiert, wenngleich die vielfältige Problematik sehr schwierig zu verstehen ist und Lösungen natürlich nicht sofort machbar sind, aber trotz allem teilweise sogar in Kürze dringend nötig sind.

 

Die Fraktion der Freien Wähler wünscht sich daher ein übersichtliches „Freisinger Schulkonzept“ mit der Darstellung aller Probleme, Lösungsvorschlägen und vor allem einem machbaren Zeitplan.

 

In einem zeitnah stattfindenden sog. „Gespräch am Runden Tisch“ sollen vorab möglichst viele Beteiligte (insbesondere Vertreter der Schulen und vom Schulamt, der Verwaltung und aller Fraktionen) die Möglichkeit zum Gedankenaustausch haben. Von der Verwaltung sollten alle Probleme zusammengefasst geschildert werden. - Gerne würden wir dann auch unsere Vorschläge mit einbringen.

 

Hier kurz zusammengefasst die wichtigsten Probleme der Grund- und Mittelschulen so wie sie zuletzt in den diversen Sitzungen dargestellt wurden:

 

Schulhaus Pulling:

Dort gibt es derzeit 2 Kombiklassen mit WTG-Raum im Keller, zu kleinem Lehrerzimmer und schlechter Ausstattung und gleichzeitig ein zu kleines Kinderhaus, das erweitert werden muss.

 

Grundschule Vötting:

-         Derzeit sind dort 11 Klassen, aber es gibt zu wenige Fachräume, zu wenig Platz für Verwaltung/Schulleitung und keinen vernünftigen Platz für Mittagsbetreuung usw.

-         Probleme werden noch größer, wenn das Seilerbrückl-Gelände und das ehemalige Baywa-Gelände an der Angerstraße ausgebaut werden und die Kinder in die Schule nach Vötting fahren sollen. 

 

Grundschule St. Korbinian:

-         Diese Schule ist Vorreiter der Integrationsklassen, ist derzeit zwei- bis dreizügig und soll in Zukunft möglichst 3-zügig gehalten werden. Hier ist tatsächlich die Sprengeländerung nötig.

 

Geplante neue Schule im Steinpark

-         Die Neustifter Schule soll aufgelöst werden. Im Steinpark ist im Augenblick an eine reine Grundschule samt Dreifachhalle und Sportplatz mit den Kindern von Neustift und der Paul-Gerhardt-Schule gedacht mit allerdings bis zu 25 oder gar 27 Klassen! Die beiden Mittelschulen sollen gemeinsam an der Düwellstraße untergebracht werden. Schafft man sich hier nicht Probleme wie in Lerchenfeld??

-         Dazu notwendig ist eine Sprengeländerung. Diese wurde im Stadtrat genehmigt und ist derzeit im Anhörungsverfahren.

-         Für diesen Plan gibt es inzwischen jedoch enormen „Gegenwind“, u.a. von Schulleitung und Eltern!

-         Evtl sollte man gar mit 2 Grundschulen planen, eine im Steinpark mit Ganztageszügen und eine zweite an der Düwellstraße, wie bereits vorhanden.

-         Oder man belässt es bei 2 Grund- und Mittelschulen wie bisher, nur eine eben mit neuem Standort.

-         Auf jeden Fall muss sicherlich bald gehandelt werden, zumal die Fertigstellung der ersten Wohneinheiten im Steinpark in Sichtweite ist!

 

Grundschule Lerchenfeld

-         Hier werden derzeit knapp 500 Kinder in 22 Klassen unterrichtet - mit Ganztagesklassen, E-Klassen (mit schwer erziehbaren Kindern), hohem Migrationshintergrund (teils über 50% ! ) und vielen Schülern mit enormem Förderbedarf.

-         Es gibt sechs 1. Klassen mit sehr vielen Kindern mit Sprachproblemen aus vorher genanntem Grund. Tendenz steigend !

-         Es gibt zu wenige Räume und es wurde eine Erweiterung beantragt. Schule ist bereits in 2 Jahren zu klein.

-         Vor einer Erweiterung muss zunächst geprüft werden, wie weit Lerchenfeld demnächst noch wachsen wird. Im Augenblick hat Lerchenfeld bereits knapp 12.000 Einwohner, aber nur 1 Grundschule!

-         Der Bau einer 2. Grundschule sollte geprüft werden!

 

Weitere „Schul-Baustellen“

-        In Lerchenfeld (Gute Änger) wird demnächst die Montessori-Schule neu gebaut – mit Turnhalle

-        Für eine zweite Realschule wird ein geeigneter Standort gesucht, u.a. in Lerchenfeld !?

-        Dann könnte allerdings die jetzige Realschule (sehr bzw. zu groß mit 1200 Schülern und fast 100 Lehrkräften!) um ca. 300 oder gar mehr Schüler entlastet werden. Ob dann die kürzlich für viel Geld errichteten Klassenräume noch gebraucht werden, muss geprüft werden. Möglicherweise wäre hier Raum für die M-Klassen der PG-Schule!

-        Im Dom-Gymnasium werden Chemieräume und andere Zimmer in diesem Bereich saniert!

-         Das Hofmiller-Gymnasium wird seit vielen Jahren saniert, was wohl auch noch so bleiben wird!

Ernst Berg, FW-Stadtrat    

Nächste Termine:

 

 

 

 

 


 

 

 

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